1848
Ein neuer Karlistenikrieg im Jahre 1848 zwang Claret,
seine Verkündigung bei den Volksmissionen zu
unterbrechen. Er ging auf die Kanarischen Inseln, wo er
intensiv apostolisch arbeitete Er hielt fast in jeder
Ortschaft auf der Insel Gran Canaria Volksmissionen. Sein Einfluss war groß, so
dass die Erinnerung an ihn bei der
Bevölkerung bis heute lebendiggeblieben ist. Zu dieser
Zeit gründete er auch den Verlag "Libreria
Religiosa".
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1849
Im Mai 1849 kehrte er nach Katalonien zurück. Am 16.
Juli gründete er die Genossenschaft der Söhne des
Unbefleckten Herzens Mariens, als "Claretiner"
bekannt. Da er aber die Arbeit nicht mehr bewältigen
konnte, suchte er sich eine Gruppe von fünf
gleichgesinnten Priestern. Aus dieser kleinen Gruppe
entwickelte sich seine Genossenschaft, die heute in der
ganzen Welt verbreitet Ist.
Am 14. August 1849 wird Claret zum Erzbischof von
Santiago de Cuba ernannt. Noch bevor er nach Kuba als
Erzbischof reiste, legte er 1850 die Fundamente für die
Gemeinschaft der "Tochter des Unbefleckten Herzens
Mariens" nach der Art der heutigen Säkularinstitute.
Somit setzte er seine Richtung fort, den Christen die Möglichkeit
anzubieten, in echten Gemeinschaften sich entwickeln zu können.
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1850
Am 6. Oktober 1850 wurde Claret im Dom zu Vic zum
Bischof geweiht. Da er aber als Volksmissionar unter dem
Namen "Pater Ciaret" so volkstümlich geworden
war, blieb dieser Name nach seiner Bischofsweihe und nach
seiner Heiligsprechung als der bekannteste von ihm.
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1851
Am 16. Februar 1851, fast zwei Jahre nach seiner
Ernennung zum Erzbischof, kam er in Santiago de Cuba an.
Von 1851 bis 1855 traf Claret eine Reihe wirksamer Maßnahmen
für die geistige Erneuerung der Priester, errichtete
eine große Anzahl neuer Pfarren, setzte ein Team von
Missionaren ein, um in der ganzen Diözese Volksmissionen
zu halten. Er selbst besuchte die ganze Diözese zu Pferd
oder zu Fuß. Um für die Ausbildung der Kinder und der
Jugend zu sorgen, gründete er die
Schwesterngenossenschaft von der Unbefleckten Empfängnis,
die heute sich Claretinerinnen nennen. Überall richtete
er Sparkassen ein und gründete die "Bruderschaft für
den Religionsunterricht".
Claret entfaltete auch in Kuba eine große
Schriftstellertätigkeit und verteilte tausende Bücher.
Die Lage auf der Insel war sittlich heruntergekommen und
politisch explosiv. Die Bestrebungen nach Selbständigkeit
griffen um sich, so dass Putschversuche immer wieder
vorkamen. Einige Pläne der Behör
den, die eine Lösung hätten bringen können, wurden von
den europäischen Kolonialisten zerschlagen. Es gab viele
Sklaven, und die Rassendiskriminierung wurde gepflegt,
vor allem, indem man die Eheschließungen zwischen Weißen
und Schwarzen fast unmöglich machte. Das Konkubinat war
sehr verbreitet.
Claret mischte sich in die Probleme der Selbständigkeit
nicht ein, wodurch er die Sympathie der Eingeborenen
gewann. Gegen den Widerstand, ja gegen die Verfolgung von
vielen, erleichterte er die Eheschließung zwischen
Menschen verschiedener Rassen. Bis 1853 hatte er über 10.000
Ehen gerettet.
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1856
Am 1. Februar 1856, als Claret zum vierten Mal in
Holguin die Visitation hielt, wurde er bei einem Attentat
schwer im Gesicht und am rechten Arm ver-
letzt. Die Genesung dauerte lange. Auf der Rückreise
nach Santiago de Cuba wurden die Herbergen in Brand
gesetzt, in denen man vermutete, dass er übernachtet
hatte.
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1857
Claret wurde 1857 nach Madrid zurückgerufen, und die
Königin Isabella II. ernannte ihn zu ihrem Beichtvater. Die Gründe seiner Abberufung waren aber komplex.
In der Hauptstadt Spaniens, in Madrid, widmete sich
Claret weiter der Verkündigung und
schrieb unermüdlich neue Flugblätter und Bücher.
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1858
Er gründete 1858 die "Academia de San Miguel"
eine Vereinigung von führenden Akademikern, und 1859 ein
Seminar und ein Kolleg im Escorial. Er errichtete 1864 in
Spanien die Volksbibliotheken.
Mit dem Nuntius hatte er die Aufgabe, die neuen Bischöfe
für die spanischen Diözesen dem Heiligen
Stuhl vorzuschlagen. Über diese praktisch von Claret
eingesetzten Bischöfe wird später beim Ersten
Vatikanischen Konzil Kardinal Lavigerie sagen, dass man
sie mit den Kirchenvätern der ersten Jahrhunderte der
Kirche vergleichen kann. In dieser Zeit übernahm Claret
die Seelenführung der hl. Michaela vom Heiligsten
Sakrament.
Claret schlug ein neues Gesetz für den Unterricht vor,
das auch durchkam. Er wurde von den Antiklerikalen scharf
angegriffen. Mehrere Werke des Heiligen wurden verfälscht
und mit pornographischen Bildern
von seinen Feinden herausgegeben. Bei den Reisen der Königin
durch ganz Spanien benützte er die Gelegenheit, überall
das Wort Gottes zu verkünden.
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1868
Am 30. September 1868 wurde die Königin von den
Revolutionären verbannt. Claret musste mit ihr Spanien
verlassen. Er sollte nie mehr in die Heimat lebend zurückkehren.
Claret nahm eine Wohnung in Paris. Dort war er Zeuge der
großen Not, in der die Spanier im Ausland lebten, und so
gründete er eine Vereinigung, um ihnen zu helfen. c
Auf Betreiben der neuen spanischen Regierung entfesselte
die spanische und französische Öffentlichkeit eine
Diffamierungskampagne gegen Claret. Sogar in anderen Ländern
Europas, einschließlich Deutschlands und Österreichs,
wurde die Kampagne aufgegriffen.
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1869
Am 2. April 1869 reiste Claret nach Rom. Hier
arbeitete er mit anderen Theologen an der Vorbereitung
des Ersten Vatikanischen Konzils.
Am 8. Dezember 1869 wurde das Erste Vatikanische Konzil
eröffnet. Claret nahm daran teil. Seine Gesundheit war
aber schon zu sehr angegriffen, so dass er kaum aktiv
mitmachen konnte Und trotzdem, in der Freizeit schrieb er
immer noch einige Broschüren.
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